KI-Schadensteuerung — Von 4 Tagen Rückstau zum 6-Stunden-Median für EU-Versicherer

Versicherung

Visual-AI-Labs ersetzte die manuelle Schadenaufnahme in 45 Tagen durch ein KI-Triage-System und senkte die Bearbeitungszeit von 4 Tagen auf 6 Stunden.

Das Problem

Schadenmeldungen gingen über fünf Kanäle ein – E-Mail, Maklerportal, mobile App, Contact Center und Post – und landeten in einer einzigen Warteschlange, die von erfahrenen Regulierern manuell gesichtet wurde. Schweregrad, Geschäftsbereich und erforderliche Dokumente wurden händisch ermittelt und oft erneut in das Kernversicherungssystem eingegeben. Das Ergebnis: ein rollierender Rückstau von 4 Tagen, Kundeneskalationen und Regulierer, die mehr Zeit mit dem Sortieren als mit der eigentlichen Regulierung verbrachten.

Was Visual-AI-Labs entwickelt hat

Visual-AI-Labs implementierte eine AI-Triage-Ebene in einem einzigen 45-Tage-Zyklus. Eingehende Ansprüche (einschließlich Anhängen) fließen in eine Extraktions-Pipeline, die strukturierte Felder ausliest – Policennummer, Ereignisart, Schweregradindikatoren, fehlende Dokumente – und diese in das Kernsystem zurückschreibt. Eine Engine, die vom Claims-Operations-Team konfiguriert wird, leitet jeden Anspruch mit einem Confidence Score an die richtige Warteschlange weiter. Alles, was unter dem Schwellenwert liegt, wird einem menschlichen Prüfer vorgelegt, wobei die vorgeschlagene Klassifizierung und die Begründung der AI sichtbar sind.

Ergebnisse

Die mediane Zeit bis zur Triage sank bereits im ersten Monat von 4 Tagen auf 6 Stunden. 78 % der Ansprüche werden ohne manuelle Neuklassifizierung automatisch weitergeleitet. Der 4-Tage-Rückstau wurde innerhalb von 12 Wochen nach dem Start vollständig abgebaut, wodurch erfahrene Regulierer entlastet wurden und sich auf komplexe Fälle statt auf das Warteschlangen-Management konzentrieren konnten.

Warum ein einziger Zyklus ausreichte

Das Triage-Problem war klar abgegrenzt: Die Inputs waren bekannt, die Outputs ließen sich bestehenden Warteschlangen zuordnen und das Kernsystem bot bereits eine REST API an. Visual-AI-Labs hat den ersten Zyklus bewusst nur auf die Triage beschränkt – kein Fraud-Scoring, keine vollständige Automatisierung –, damit das Team in 45 Tagen einen messbaren Erfolg erzielen und das Vertrauen für nachfolgende Zyklen gewinnen konnte.

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FAQ

Musste der Versicherer sein Kernsystem ersetzen?

Nein. Die Triage-Ebene ist dem bestehenden Kernsystem vorgeschaltet und schreibt Daten über dessen REST API zurück.

Wie wird das Vertrauen der Anwender aufgebaut?

Jede AI-Klassifizierung wird mit einem Konfidenzwert und den extrahierten Feldern geliefert, auf denen die Entscheidung basiert. Sachbearbeiter können diese überschreiben, wobei das Override als Trainingssignal zurückfließt.

Was ist mit GDPR und sensiblen Daten?

Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich in der EU. PII wird bei der Extraktion minimiert und niemals an Modellanbieter außerhalb der EU gesendet. Visual-AI-Labs arbeitet auf Basis der bestehenden DPA des Versicherers.

Wie wird Betrug gehandhabt?

Dies liegt im ersten Zyklus bewusst außerhalb des Scopes. Fraud-Scoring steht für einen nachfolgenden 30-Tage-Zyklus auf der Roadmap, sobald die Triage validiert ist.

Wie lange dauert es bis zum ersten messbaren Ergebnis?

Sichtbare Verbesserungen traten innerhalb der ersten 2 Wochen des Piloten auf; das Gesamtergebnis wurde nach 30 Tagen nach dem Launch gemessen.

Kann ein kleinerer Versicherer dies nutzen?

Ja – die Architektur ist nach unten skalierbar. Visual-AI-Labs hat dasselbe Modell bereits für Betriebe mit weniger als 1.000 Schadensfällen pro Monat implementiert.

Wie hoch ist der Wartungsaufwand?

Das Operations-Team passt Routing-Regeln ohne Engineering an. Visual-AI-Labs bietet eine quartalsweise Überprüfung von Modellen und Prompts an.

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